Lernorte

Lernorte

Öffentliche Lernorte

Ziel: Ich eigne mir Wissen zu Lernorten an, um Studierende darin zu unterstützen, diese effektiv für ihr Sprachenlernen zu nutzen.

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Public Pedagogy

Der Begriff “public pedagogy” (“Pädagogik im öffentlichen Raum”) bezeichnet das Lernen in öffentlichen Räumen, wie Museen, Cafés, Parks sowie anderen städtischen Bereichen.

Public pedagogy is “concerned with informal spaces of learning such as popular culture, the internet, public spaces such as museums and parks, and other civic and commercial spaces, including both old and new social movements” (Sandlin, Schulz & Burdick, 2010: 2)

 

Aufgabe: Ihre Stadt

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Denken Sie an die Stadt, in der Sie unterrichten: Welche Möglichkeiten gibt es dort für Ihre Studierenden, um mit der Zielsprache und -Kultur in Kontakt zu kommen? Denken Sie nicht nur an Bildungs- und Kultureinrichtungen, sondern auch an alle möglichen Orte, die Lerngelegenheiten anbieten können.

Mögliche Antworten / Ideen

Z Kinos

Z Theater, Oper

Z Museen und Ausstellungen

Z Volkshochschule

Z Kulturinstitute, Kulturvereine

Z Bibliotheken

Z Restaurants

Z Lebensmittel-Läden

Z Landestypische Geschäfte

Z Buchläden

Z Veranstaltungen und Feste

Z Sport- und Freizeitangebote

Z Menschen aus dem Zielland

Z Stammtische

Z Sprachlicher Input, z.B. Plakate, Werbung, Anzeigetafeln, Namen von Geschäften, Restaurants, Kneipen usw.

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Linguistic Landscape

Sprache im öffentlichen Raum wird auch als “linguistic landscape” bezeichnet. Beispiele der linguistischen Landschaft sind Straßenschilder, Werbung, Ortsnamen, Namen von Läden, Restaurants und Bars, sowie multilinguale Hinweistafeln. Diese Sprachbeispiele können das Sprachbewusstsein fördern und somit autonomiefördernd eingesetzt werden. Ein Vorschlag dazu ist, dass Studierende in ihrer Stadt nach englischsprachiger Werbung suchen und diese sammeln. Im Italienischunterricht können z.B. die Bezeichnungen italienischer Restaurants und Bars gesammelt und analysiert werden.

“The language of public road signs, advertising billboards, street names, place names, commercial shops signs, and public signs on government buildings combine to form the linguistic landscape of a given territory, region, or urban agglomeration.” (Landry&Bourhuis, 1997: 25, quoted in Wilton&Ludwig, 2018: 77)

 

Aufgabe: Ihr Unterricht

Verbinden Sie einen oder mehrere dieser Lernorte bereits mit Ihrem Unterricht (wenn ja, wie?), oder haben Sie Ideen, wie Sie einige dieser Lernorte mit Ihrem Unterricht verbinden können?

Fazit

Wie die Beispiele zeigen, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, wie Lernorte genutzt und in den Unterricht integriert werden können. Sie können Ihren Studierenden Vorschläge zur Nutzung machen und auch Ideen der Studierenden aufnehmen, denn Lernorte ermöglichen einen authentischen Sprachgebrauch und sind sehr motivierend, da sie die Interessen der Studierenden widerspiegeln.
Wenn Sie schon Erfahrungen mit Lernorten gesammelt haben, posten Sie einen Beitrag dazu!

 

Reflexionsaufgabe mit Szenarium

Wie können Sie die Erfahrungen oder Interessen der Studierenden in den Unterricht integrieren, und wie machen Sie den Studierenden bewusst, wie sie bestimmte Orte für ihr Lernen effektiv nutzen können? 

Stellen Sie sich diese Situation vor: Ein Student berichtet, dass er sehr an Kunst interessiert ist und gerne ins Museum geht. Im Gespräch finden Sie gemeinsam Ideen, wie er den Museumsbesuch für sein Sprachenlernen nutzen kann. 

Welche Leitfragen könnten Sie dem Studierenden stellen, damit er eigene Ideen entwickelt und den Lernort Museum zum Sprachenlernen nutzt?

Unser Vorschlag

Hast du Ideen, wie du den Museumsbesuch für dein Sprachenlernen nutzen kannst?
…. [vielleicht hat der Student schon Ideen dazu.]

Was bietet dir ein Museum an sprachlichem Input an?
z.B. die Titel der Kunstwerke in der Originalsprache, ich kann sie lesen. Oder den Audioguide, den ich auf die Zielsprache stellen kann … Aber es ist vielleicht zu schwer…

Und wenn es zu schwer ist, was kannst du machen?
Naja, ich könnte z.B. die Beschreibung von einem Kunstwerk zuerst auf Deutsch, dann in der Zielsprache hören. Und dann sehen, ob ich es besser verstehe.

Ja, super! Wofür würde dir das helfen?
Ich würde mehr über das Kunstwerk erfahren, und wenn ich später etwas dazu in der Zielsprache lese, könnte ich den Wortschatz aufschreiben. Weil beim Hören ist es schwierig, es direkt aufzuschreiben, außerdem bin ich im Museum und stehe meistens.

[Der Student denkt nach …]

Was davon willst du denn ausprobieren, wenn du nächstes Mal im Museum bist?
….

 

Unser Kommentar: Dieser Dialog ist ein Beispiel für ein nicht-direktives Beratungsgespräch. Die Fragen regen die Ideen und die Reflexion der Studierenden an mit dem Ziel, dass sie selbst Vorschläge machen, die für sie denkbar sind. Damit ist es wahrscheinlicher, dass sie diese auch in die Tat umsetzen.

 

 

Praxisbeispiele

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Kommentierte Literaturliste
  • Lai, C. (2017). Autonomous language learning with technology beyond the classroom. New York: Bloomsbury. [Die Rolle von Technologien bei der Entwicklung von Lernerautonomie]

 

 

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