Zusammenfassung und Relevanz
Der italienische Stammtisch entstand aus den Bemühungen des Sprachenzentrums der Universität Rostock, internationale und interkulturelle Kontakte vor Ort zu fördern sowie Kooperationen mit lokalen Einrichtungen zu stärken. Eingeladen sind in erster Linie Sprachkursteilnehmende, aber auch Studierende und Mitarbeitende der Universität sowie Externe, die sich für die italienische Sprache und Kultur interessieren.
Die Bekanntmachung erfolgt über einen E-Mail-Verteiler, für den sich alle Interessierten anmelden können. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos. Die Teilnehmenden werden durch die Vielfalt der behandelten Themen sowie durch die Bildung einer sozialen Stammgruppe motiviert, die trotz unterschiedlicher Kompetenzniveaus das gemeinsame Interesse an der italienischen Sprache und Kultur verbindet.
Inhaltlich widmet sich jedes Treffen einem landeskundlichen oder kulturellen Thema. Dieses wird durch Gruppenaktivitäten vertieft und durch ein abschließendes Quiz ergänzt.
Der Stammtisch findet in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Integrationszentrum Rostocks statt, dessen Räumlichkeiten (Haus Europa) für 25 bis 30 Personen ausgestattet sind und flexible Raumkonzepte ermöglichen.
Zeitaufwand: 3 Termine pro Semester à ca. 3 Stunden
Benötigtes Material: Pinnwand; PC, Beamer und Leinwand; Begegnungsraum idealerweise mit Zugang zu einer Teeküche; Lehr- und Lernmaterial zum jeweiligen Thema
Autor*innen / Idee: Dr. Barbara Julieta Bellini; ergänzt von Bettina Raaf und Maria Giovanna Tassinari
Ziele
Sprachliche Ziele:
- Sich vorstellen
- sich über alltägliche sowie kulturelle Themen austauschen
- an einem Quiz teilnehmen
Autonomieziele:
- Unterstützung von (intrinsischer) Motivation
- Entwicklung von sozialen Kompetenzen
- Interaktion und Kollaboration
- Stärkung der Metakognition
Aufbau
Die Termine finden abends statt und dauern ungefähr 3 Stunden (19 bis ca. 22 Uhr).
An jedem Termin werden freiwillige gemeinsame Aktivitäten angeboten. Diese bestehen aus interaktiven Spielen zu einem kulturellen Thema, die zu Beginn der Veranstaltung vorgestellt und an einer Pinnwand durchgeführt werden. Außerdem wird ein Quiz als abschließende gemeinsame Aktivität durchgeführt. Die übrige Gestaltung des Abends ist kommunikativ ausgerichtet und liegt in den Händen der Teilnehmenden. Die Lehrperson fungiert als Moderator/in und bewegt sich zwischen den verschiedenen Gruppen.
Der Zeitplan ist flexibel, kann aber wie folgt ablaufen:
19:00 bis ca. 19:30 Uhr: Empfang der Teilnehmenden, Begrüßung, Erläuterung des jeweiligen Themas und Erklärung der Aktivitäten an der Pinnwand.
19:30 bis ca. 20:45 Uhr: Ausführung der Aktivitäten an der Pinnwand in kleinen Gruppen, Netzwerken, gemeinsames Buffet.
20:45 bis ca. 21:15 Uhr: Abschließendes Quiz mit 5 Fragen zum jeweiligen Thema des Abends, abschließende Worte zum Thema, Einladung zum nächsten Stammtisch.
21:15 bis ca. 22:00 Uhr: Ausklang in Kleingruppen und Abschluss der Veranstaltung.
An der Pinnwand werden grundsätzliche Informationen zum jeweiligen Thema präsentiert (beispielsweise: italienische Musik, italienisches Kino, italienische Geschichte). Darüber hinaus werden ein oder mehrere interaktive Spiele angeboten, die die Teilnehmenden zu einer Auseinandersetzung mit dem Thema einladen. Dabei können beispielsweise Kärtchen zugeordnet, ergänzt oder mitgenommen werden („Verbinde Regisseur, Film, Jahrgang und Bild“; „Ordne die italienische Spezialität dem Bild und der passenden Region zu“; „Schreibe die Redewendungen auf, die Du in Deiner Sprache am häufigsten benutzt. Finde entsprechende Redewendungen auf Italienisch“; „Wähle ein ‚gefährdetes‘ italienisches Wort, lerne dessen Bedeutung und werde dessen Pate/Patin“; usw.).
Zum Abschluss wird mithilfe eines Beamers und einer Leinwand ein mit Mentimeter erstelltes Quiz projiziert. Es besteht aus fünf Fragen zum Thema des Abends und hat einen ähnlichen Schwierigkeitsgrad für alle Teilnehmende.
Die Teilnehmenden tragen zu einem gemeinsamen Buffet bei; am Veranstaltungsort stehen idealerweise Getränke (Wasser, Tee, Kaffee) sowie Geschirr und Besteck zur Verfügung.
Fazit
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass dieses Stammtisch-Modell äußerst autonomiefördernd wirkt und langfristig zu einem fest verankerten Kulturtreffen in der jeweiligen Stadt wird. Die Teilnehmenden schätzen insbesondere die bereichernde soziale Komponente sowie die Gelegenheit, das Erlernte sofort in die Praxis umzusetzen. Der Stammtisch bringt verschiedene Personengruppen miteinander in Kontakt, darunter Muttersprachler/innen, (internationale) Studierende, Mitarbeitende der Universität sowie Externe, die sich gegenseitig unterstützen und über den Unterricht hinausgehende Netzwerke bilden. Dabei können sich auch Tandempaare zusammenfinden, verschiedenste Interessengebiete werden angesprochen und die Sprachfertigkeiten werden eng mit der interkulturellen Kompetenz verwoben. Sowohl Lernende in der Anfängerstufe als auch Muttersprachler/innen profitieren regelmäßig von diesem Angebot.
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